
Mit dieser Fragestellung hatten Brigitte und Werner ihre Einladung zum 2. CFF-Regionaltreffen Südwest eröffnet, welche Ende Juni an alle CFF-Mitglieder im Umkreis von 100 Straßenkilometern um Heidelberg versandt wurde. Die Antwort auf die Frage wurde dann gleich anschließend geliefert: Das diesjährige Cabriotreffen am Faaker See war bereits Geschichte, und das nächste „große“ Treffen in der Lüneburger Heide bereits für Mitte September terminiert. Da müsste doch noch Platz für ein Regionaltreffen irgendwo dazwischen zu finden sein, oder?
Mit der Terminwahl am letzten Freitag im Juli bewies unser Präsidium dieses Mal ein glückliches Händchen: Schon kurz nach der Aussendung der Einladungen gingen die ersten Zusagen ein, so dass am Ende 12 Cabrioteams am zweiten Regionaltreffen Südwest teilnahmen, davon gönnten 9 ihren Cabrios etwas Auslauf und fuhren bei der vorgeschalteten kleinen Ausfahrt mit. Drei Teams fuhren aus Zeitgründen direkt zum Abendessen in dem unweit der Autobahn gelegenen Restaurant.
Aber der Reihe nach: Ab 16 Uhr wollten sich die Ausfahrtteilnehmer zunächst in Schriesheim im Eiscafé Ferrario versammeln. Dies war aus zwei Gründen ein ideal gelegener Treffpunkt: zum einen liegt ein kostenloser und überdies nur wenig gefüllter Parkplatz direkt nebenan, zum anderen lechzten alle nach Abkühlung, denn die diesen Sommer bestimmende Hitzewelle wollte auch am Tag unseres Regionaltreffens keine Pause einlegen. Ein leckeres Eis oder ein kühles Getränk kamen also allen gerade Recht, vor allem natürlich denjenigen, welche schon eine lange Anfahrt hinter sich hatten. Dazu zählten neben unseren Neumitgliedern Manfred und Ingrid auch ein weiteres Paar, welches als Gäste aus der Region Bodensee angereist war.
Um 17 Uhr starteten wir mit 9 Fahrzeugen zur Ausfahrt durch Odenwald und Neckartal, selbstverständlich mit offenem Verdeck, obwohl die Sonne auch am frühen Abend noch gnadenlos auf uns herunterstach. Werner hatte ein vereinfachtes Roadbook zusammengestellt, welches alle wichtigen Ortschaften und Richtungswechsel entlang der Strecke beinhaltete. Trotz einiger Ampeln gelang es im Großen und Ganzen, die Truppe während des gesamten Streckenverlaufs gut beieinander zu halten.
Die Route führte zunächst durch die engen Altstadtgassen von Schriesheim bergauf auf eine sehr schön zu befahrende Landstraße im westlichen Teil des Odenwalds. Es herrschte eher wenig Verkehr, was die Fahrfreude steigerte. Durch einige hübsche Dörfchen ging es bald wieder bergab und wir erreichten in Neckarsteinach das Neckartal. Der tief eingeschnittene Flusslauf wird hier auf beiden Seiten von bewaldeten Hängen gesäumt, auf denen hin und wieder auch eine malerische Burgruine thront.
Nun folgte das absolute Highlight dieser Ausfahrt: In Neckarhausen überquerten wir den Neckar auf einer nostalgisch anmutenden Fähre. Das „Deck“ bot früher Platz für etwa acht Fahrzeuge, die in Zweierreihen auf den quer verlaufenden, massiven, aber beim Drüberfahren trotzdem fröhlich klappernden Holzbohlen aufgereiht werden konnten. Für die Abmessungen, vor allem die Breite, heutiger Fahrzeuge ist die Fähre dagegen nicht ausgelegt, weshalb das Übersetzen in zwei aufeinander folgenden Fuhren stattfand. Für uns Cabriofahrer bedeutete dies jedoch doppelte Freude: Diejenigen, welche als erste übersetzten, konnten anschließend die Überfahrt und das Anlegen der zweiten Gruppe bestaunen. Und die zweite Gruppe durfte das Ablegen und Übersetzen der ersten Gruppe beobachten.
Besonders spannend verlief bei den besonders sportlich ausgelegten, teilweise tiefergelegten Cabrios das Verlassen der Fähre: Würde es ohne Aufsetzen und Kratzspuren an Spoilern oder dem Unterboden gelingen? Hier konnten wir uns auf den erfahrenen, sehr freundlichen und gutgelaunten Fährmann verlassen: In lupenreinem Kurpfälzisch dirigierte er unsere Schmuckstücke ohne Kollateralschäden von Bord, obwohl es manche vorher gar nicht glauben wollten. Wer die Manöver verfolgen möchte, kann sich die dabei mit dem Handy aufgenommenen Videos anschauen; eines davon wird fachfraulich kommentiert von den beiden clubweit bekannten Sportmoderatorinnen Brigitte und Waltraud. Ein echter Hörgenuss!
Nachdem alle Cabrios samt ihren Besatzungen wieder festen Boden unter ihren Rädern bzw. Füßen hatten, ging es auf landschaftlich schöner Strecke zunächst am Neckar entlang und später allmählich nach oben, wo wir auf einem Parkplatz vor dem Stadttor zur Feste Dilsberg einen kurzen Zwischenstopp einlegten. Dankenswerterweise gestattete uns die unmittelbar hinter dem Stadttor gelegene Jugendherberge, von ihrer Terrasse aus einen schönen Blick ins tief unter uns gelegene Neckartal zu werfen, wobei auch ein Gruppenfoto der mitgelaufenen Teilnehmer entstand.
Bald brachen wir auf zur letzten Etappe dieser Ausfahrt, welche uns zunächst hinunter Richtung Neckargemünd ins Neckartal führte, bald jedoch über einen kleinen Pass nochmal hinauf bis zur Abbruchkante des Odenwalds zur breiten Oberrheinischen Tiefebene. Hier reichte der Blick recht weit in das besonders dicht besiedelte Gebiet unter uns, welches wir bei Leimen, dem Geburtsort von Boris Becker, erreichten. Über Schnellstraßen ging es von hier flott zu unserem Abendtreffpunkt, dem Restaurant Makedonia in Heidelberg-Kirchheim.
Kurz nach 19 Uhr kamen wir dort an und stießen auf drei Cabrioteams, welche schon am Kopfende der langen, für uns hergerichteten Tafel Platz genommen hatten, darunter ein weiteres Gästepaar. Zusammen mit den Teilnehmern der Ausfahrt bildeten wir also eine Gruppe von 23 Gästen, die sich – bei gutem Hunger – auf ein schmackhaftes Abendessen freuten. Diesbezüglich erfüllte das Restaurant unsere Erwartungen voll und ganz: die reichliche Auswahl von Gerichten, herkunftsmäßig mit Schwerpunkt Balkan, befriedigte auch ausgefallene Essenswünsche, und das zu angemessenen Preisen. Zudem hatte schon recht bald jeder ein erfrischendes Getränk vor sich stehen, und auch die Versorgung mit Speisen klappte sehr gut: Alle wurden von einer recht resolut auftretenden, aber sehr effektiv arbeitenden Bedienung nahezu gleichzeitig und nach vergleichsweise kurzer Wartezeit zufriedengestellt.
Entgegen der ursprünglichen Planung hatten wir keinen Platz auf der Freiterrasse erwischt, aber dies sollte sich nachträglich noch als Vorteil herausstellen: Die Wetterprognosen hatten ein Gewitter vorhergesagt und entsprechend hoch war die Luftfeuchtigkeit. Ergebnis: bei der zugegeben etwas zeitintensiveren Montage des Verdecks von Werners Lotus Elise handelte sich Brigitte etwa 10 Stiche von Stechmücken ein. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn wir drei Stunden im Freien ohne entsprechenden Schutz gesessen hätten. Vermutlich wären die Biester gnadenlos über uns hergefallen!
So wie es war, erlebten wir jedoch einen sehr schönen Abend mit vielen anregenden Gesprächen. Auch wenn die meisten ja „gerade erst“ viel Zeit miteinander am Faaker See verbracht hatten, gehen Cabriofahrern die Themen meistens nicht aus, denn mit einem offenen Fahrzeug erlebt man vieles einfach noch unmittelbarer als mit einem geschlossenen. Die unvergessliche Fährfahrt über den Neckar ist dafür ein gutes Beispiel.
Klar war nach diesem Treffen: Es wird noch dieses Jahr eine weitere Auflage geben, vermutlich zum Saisonende in der zweiten Oktoberhälfte. Sollte das Wetter mitspielen, wollen wir uns auch wieder auf die Straße wagen und uns und unseren Cabrios nochmal etwas Frischluft gönnen. Gerade bei der zurzeit herrschenden Gluthitze erscheint einem eine Ausfahrt bei deutlich kühleren Temperaturen als durchaus attraktiv. Zur Grundausstattung eines waschechten Cabriofahrers gehören schließlich nicht nur eine Schirmmütze im Sommer, sondern auch eine wärmende Lederjacke samt Wollmütze für etwas „erfrischendere“ Jahreszeiten.
Klar wurde auch: Eine Teilnehmerzahl von etwa 25 Personen ist für ein Regionaltreffen gerade richtig, denn bei einer höheren Teilnehmerzahl wird es schwieriger, Restaurants zu finden, die bereit sind, für 40 oder 50 Personen Reservierungen vorzunehmen. Auch die Durchführung von Ausfahrten wird insgesamt aufwendiger. Deshalb wollen wir bei der für die Regionaltreffen Südwest eingeführten Praxis bleiben und auch zukünftig aktiv alle Cabriofahrer aus unserem Club dazu einladen, die maximal in einem Umkreis von 100 Kilometern um den Veranstaltungsort herum zu Hause sind. Wenn jemand von weiter her trotz der dann längeren Anreise dabei sein möchte, darf er dies selbstverständlich gerne tun. Auch Cabriofahrer aus Eurem Bekanntenkreis (Gäste) sind herzlich willkommen.
Klar sollte natürlich auch allen sein, die aus den verschiedensten Gründen (Entfernungen, familiäre Verpflichtungen, Terminüberschneidungen etc.) nicht an den beiden großen jährlichen Treffen unseres Clubs teilnehmen können: Auch für Euch haben wir dieses Regionaltreffen aus der Taufe gehoben. Wenn Ihr schon länger an keiner CFF-Veranstaltung mehr teilgenommen habt, probiert es doch jetzt mal wieder und lernt neue Mitglieder kennen, die unser Clubleben bereichern und mit viel Freude an den Regionaltreffen teilnehmen. Wenn nicht jetzt, wann dann??
Stay tuned – über alle Planungen zum nächsten Regionaltreffen Südwest wird der oben genannte Adressatenkreis rechtzeitig informiert. Wer darüber hinaus Interesse an einer Teilnahme hat, bitte einfach über das Kontaktformular auf unserer Clubhomepage bei uns melden.
...und drei Videos:
![]() | regionaltreffen_2.htm - Letzte Aktualisierung: 08:26 06.08.2026 |
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